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31.07.2026

Feta

Feta ist ein traditioneller Salzlakenkäse aus Griechenland, der überwiegend aus Schafsmilch und gelegentlich unter Zugabe von maximal 30 % Ziegenmilch hergestellt wird. Für seine Reifung wird der weiße Käse in etwa 1 cm dicke Scheiben geschnitten und in Salzlake eingelegt. Durch die verwendete Schafsmilch entwickelt Feta sein charakteristisch intensives Aroma. Geschmacklich überzeugt er mit einer würzigen Note und einer leicht pikanten Schärfe.

Geschichte des Fetas

Die Geschichte des Feta reicht weit zurück. Bereits zu Zeiten Homers, also in der griechischen Antike, wurde dieser traditionelle Salzlakenkäse hergestellt. Der Sage nach war es Aristaios, der Sohn des Gottes Apollon und der Nymphe Kyrene, der den Menschen die Kunst der Käseherstellung lehrte. Als ländlicher Gott der Imkerei, des Olivenanbaus, der Schafzucht und der Jagd soll er gezeigt haben, wie der weiße Käse aus Schafsmilch hergestellt wird.

Feta

Seine erste schriftliche Erwähnung findet Feta im Jahr 1494. In einem Reisebericht beschreibt ein italienischer Reisender Holzfässer im griechischen Hafen Candia, dem heutigen Iraklio auf Kreta, in denen Käsescheiben in Salzlake gelagert wurden. Die Einheimischen bezeichneten diesen Käse als „Prosfatos“, was im Griechischen so viel wie „kürzlich“ oder „frisch“ bedeutet. Mit der Zeit etablierte sich jedoch die Bezeichnung „Feta“, abgeleitet vom italienischen Wort „fetta“, das „Scheibe“ bedeutet.

Bis heute ist Feta der beliebteste Käse Griechenlands und aus der dortigen Küche kaum wegzudenken. Auch in der türkischen Küche sowie in vielen Ländern des Balkans gehört er fest zur kulinarischen Tradition. Ob als Begleiter zu Salaten, als Füllung für Blätterteiggebäck oder als Belag für Pizza und ähnliche Gerichte: Feta sorgt mit seinem charakteristischen Geschmack für mediterranes Flair auf dem Teller.


In Deutschland war Feta noch vor etwa 50 Jahren weitgehend unbekannt. Erst griechische Gastarbeiter brachten den Schafskäse aus ihrer Heimat mit und machten ihn nach und nach auch hierzulande beliebt.

Namensstreit in der EU

Mit seiner wachsenden Beliebtheit in ganz Europa stieg auch die Zahl der Nachahmer. In mehreren EU-Ländern wurden Salzlakenkäse aus der milderen und günstigeren Kuhmilch hergestellt und ebenfalls unter der Bezeichnung „Feta“ verkauft. Dieser Entwicklung setzte die Europäische Union jedoch ein Ende.


Seit 2002 darf die Bezeichnung „Feta“ ausschließlich für Salzlakenkäse verwendet werden, der aus Schafs- und/oder Ziegenmilch hergestellt, auf dem griechischen Festland oder der Insel Lesbos produziert und dort in Salzlake gereift wurde. Salzlakenkäse, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, dürfen nicht als Feta vermarktet werden. Stattdessen finden sich hierfür Bezeichnungen wie „Balkankäse“ oder „Hirtenkäse“.


Nach den EU-Richtlinien darf Feta ausschließlich in den Regionen Makedonien, Thrakien, Epiras, Thessalien, Zentralgriechenland, Peloponnes sowie auf der Insel Lesbos hergestellt werden. Verwendet werden darf nur die Milch von Schafen und Ziegen, die dort auf traditionelle Weise gehalten werden. Feta entsteht entweder aus reiner Schafsmilch oder aus einer Mischung von Schafs- und Ziegenmilch, wobei der Anteil der Ziegenmilch 30 % nicht überschreiten darf.

Herstellung von Feta

Die Herstellung von Feta folgt bis heute einem traditionellen Verfahren. Zunächst wird die geronnene Milch in spezielle Formen geschöpft, in denen die Molke abtropfen kann. Während dieser Phase, in der der Quark zunehmend fest wird, wird seine Oberfläche trocken gesalzen.


Anschließend wird der feste Quark in hölzerne oder metallene Behälter gefüllt und mit einer 7-prozentigen Salzlake übergossen. Nun beginnt die Reifezeit: Zunächst reift der Feta für bis zu 15 Tage in Reifekammern bei Temperaturen von bis zu 18 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von mindestens 85 %. Danach folgt eine weitere Reifephase von mindestens zwei Monaten in Kammern mit Temperaturen von 2 bis 4 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von ebenfalls mindestens 85 %.

Feta

Neben dem originalen Feta aus Schafsmilch gibt es auch Salzlakenkäse aus Kuhmilch. Diese werden ebenfalls in Scheiben geschnitten und in Salzlake gelagert. Im Vergleich zu Feta sind sie jedoch deutlich milder im Geschmack. Sie verfügen über weniger Eigenaroma und zeichnen sich vor allem durch ihre salzige Note aus.

Aussehen und Geschmack

Fertig gereifter Feta wird üblicherweise in Block- oder Scheibenform angeboten. Häufig kommt er eingelegt in Salzlake oder Öl in den Handel, wodurch seine charakteristischen Eigenschaften bewahrt werden. Seine typische weiße Farbe und die leicht bröckelige Konsistenz machen ihn unverwechselbar. Geschmacklich überzeugt Feta mit einer angenehmen Salzigkeit, begleitet von einer säuerlichen Frische und dem charakteristischen Aroma der Schafsmilch. Darüber hinaus bringt er eine feine Würze mit und zeichnet sich durch eine leichte Schärfe aus, die ihm seinen besonderen Charakter verleiht.

Feta

So genießen Sie den Feta

Feta ist ein echter Allrounder in der Küche. Ob kalt, gebacken, gebraten oder frittiert – Feta zeigt in der Küche viele Facetten und sorgt für mediterranen Genuss in unterschiedlichsten Gerichten.

Welcher Wein passt zu Feta?

Die ideale Weinbegleitung zu Feta stammt aus seiner Heimat: Ein gut gekühlter Assyrtiko aus Griechenland unterstreicht mit seiner feinen Mineralität und frischen Säure das charakteristische Aroma des Salzlakenkäses. Wer es etwas fruchtiger mag, greift zu einem trockenen Sauvignon Blanc oder einem leichten Rosé. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel aus Frische, Würze und mediterranem Genuss.

Welches Bier passt zu Feta?

Feta und  Weizenbier sind ein echtes Dreamteam. Die fruchtigen Hefearomen des Bieres bilden einen reizvollen Kontrast zur salzigen Frische des Schafskäses. Dazu etwas Olivenöl, frische Kräuter und knuspriges Baguette – und schon fühlt sich der Genuss wie ein Kurzurlaub am Mittelmeer an.

Welches Obst und Gemüse passt zu Feta?

Wassermelone, Feta und Minze gehören zu den beliebtesten Sommer-Kombinationen überhaupt. Die Süße der Melone, die salzige Würze des Feta und die frische Minznote sorgen für ein harmonisches Geschmackserlebnis, das nach Sonne, Urlaub und Mittelmeer schmeckt.

Grundsätzlich gilt: Je salziger ein Käse, desto besser verträgt er süße Gegenspieler. Deshalb harmoniert Feta besonders gut mit süßen Früchten wie Feigen, Melone oder Birnen.

Welches Brot passt zu Feta?

Feta, warmes Baguette, etwas Olivenöl und frische Kräuter – manchmal braucht es gar nicht mehr für einen perfekten Genussmoment. Die knusprige Kruste des Brotes unterstreicht die cremig-bröckelige Konsistenz des Feta und lässt seine würzigen Aromen besonders schön zur Geltung kommen.

Brote mit einer milden bis leicht säuerlichen Aromatik harmonieren besonders gut mit Feta. Sie unterstützen den Charakter des Käses, ohne seine typische Würze zu überdecken.

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